Sabah – „Land below the wind“

Heute morgen habe ich die Malayische Halbinsel vorerst verlassen und bin ca. 1700 km östlich nach Sabah geflogen. Sabah und Sarawak sind die beiden auf Borneo gelegenen Landesteile Malaysias.

Nach ersten Spaziergang zur Waterfront mit Blick auf’s südchinesische Meer und über den Obst- und Gemüsemarkt, habe ich nun meine Reisegruppe für die kommenden 11 Tage getroffen: Dabei sind 8 Australier/innen, 1 Schweizer Paar, 1 Neuseeländerin und ein einheimischer Guide.
Morgen geht es los, wieder etwas weg von der Zivilisation und möglicherweise erstmal ohne Internet…

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Im Dschungel

Taman Negara – der älteste tropische Regenwald der Welt…

Am Mittwoch ging meine Fahrt zunächst 3 Stunden im Minibus über Land gen Osten und dann 3 Stunden auf dem Fluss durch immer dichter und höher werdenden Wald.
Gesichtete exotische Tiere: bunte Vögel und badende Wasserbüffel.

Auf der dem einen Zugang zum Nationalpark gegenüber gelegenen Uferseite liegt das Dorf in dem der Großteil der Dschungeltouristen unterkommt. Dementsprechend gestaltet sich auch das Programm der meisten, das auch ich vorab gebucht hatte. Ich hab diesmal eine doch eher spartanische Unterkunft erwischt, aber immerhin ohne tierische Mitbewohner.
Die nicht sonderlich abwechslungsreiche Verpflegung fand auf schwimmenden Restaurants statt. Direkt nach dem ersten Abendessen stand der "Nightwalk" auf dem Programm: mit Taschenlampen und vielen anderen Menschen über einen Holzpfad auf Stelzen.
Aber immerhin mit Hilfe unseres Guides – gesichtete exotische Tiere (außer 2 Rehen): Riesen-Tausendfüßler (bis 40cm), Stab-Schrecken, Schwarzer Skorpion, Vogelspinne und eine Fledermaus. Die erst in nächster Nähe am Baum hängend und dann weg fliegend. (Kathrin – das sind die in unserer Tiefgarage winzig im Vergleich…)

Gestern Vormittag sind wir zunächst über den Canopy Walkway/ Hängebrücken von Plattform zu Plattform durch die imposanten Baumkronen und anschließend zu Fuß zu unterschiedlichen Aussichtspunkten gewandert.
Gesichtete exotische Tiere: ein sehr beeindruckender Nashornvogel.

Nachmittags ging es noch ein Stück flussaufwärts zu einem Ureinwohnerdorf. Dessen Volk lebt weitgehend autark im Dschungel als Halbnomaden und es war beeindrucken hier einen kurzen Einblick zubekommen.
Gesichtete exotische Tiere: ein ca. 1,20 m länger Waran.

Nun bin ich heute nach Fahrt mit Boot und Bus zum Zwischenstopp in Kuala Lumpur angekommen. Mein Weg von der Bushaltestelle zur Unterkunft lief nicht auf direktestem Weg. Ich durfte das erleben, was im Reiseführer schon erwähnt und von der Betreiberin meines Hostels später bestätigt wurde: die Malayien tun sich sehr schwer zuzugeben, wenn sie keine Ahnung zu einer Frage (nach dem Weg) haben. Lieber sind sie nett und freundlich und erzählen dir irgendwas. Nachem ich dann mit vollem Gepäck, 2x umsteigen und Fußmarsch in meiner wieder sehr netten Unterkunft angekommen bin, hab ich mit erst mal ums Eck eine Fuß- und Nackenmassage und anschließend leckeres chinesisches Abendessen gegönnt.

…und diese Früchte hatte ich soeben zum Nachtisch:

Tarzan lässt grüßen…

Ich bin mitten im Dschungel!

Es gibt hier zwar tatsächlich Internet und sogar wlan – allerdings sehr sehr schleppend… Werde meinen Bericht nachholen, sobald ich zurück in der Zivilisation bin.

Rafflesia, Nebelwald und Teeplantagen in den Cameron Highlands

Zusammen mit 6 weiteren Reisenden und Guide ging es heute morgen im Geländewagen wieder ein Stück talabwärts zur Tour zu einer der größten Blüten der Welt. Zunächst sind wir fast 2 Stunden hin und 1,5 zurück durch tropischen Sekundärwald gewandert: vorbei an riesigen Bambussen, Farnen, wilden Bananenstauden und Auberginenbüschen, verschiedenen Blüten von buntem Ingwer und Orchideen, begleitet von Schmetterlingen in vielfältigen Farben. Zwischenzeitlich war es angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit, quasi senkrecht stehenden äquatornahen Sonne und holprigen bis gar keinen Trampelpfaden ganz schön anstrengend, aber im Nachhinein längst vergessen… Wir kamen tatsächlich in den Genuss eine Knospe und zwei offene Rafflesia aus nächster Nähe zu sehen. Wie heute gelernt ist sie übrigens keine richtige Blume, vielmehr ein Parasit, der an Lianen wächst. Das besondere daran ist, dass der von Insekten in der Liane "eingepflanzte" Samen 4-5 Jahre braucht, sich zu entwickeln und dann lediglich 5-7 Tage "blüht". Das außergewöhnliche hier in der Region ist, dass fast jede Woche offene Rafflesia zu finden sind. Es gibt Einheimische, deren Job ist es, die Punkte für die Touristentouren ausfindig zu machen.

Nach unserer Mittagspause ging es dann zum "Mossy Forrest" (tropischer Nebelwald) auf 2000 m Höhe: ein "richtiger" Urwald (= Primärwald), in dem alle Bäume mit saftiggrünem Moos bewachsen sind und überall exotische Kannenpflanzen wachsen. Mit Nebel durchzogen war das eine sehr mystische Atmosphäre.

Zurück sind wir vorbei an großflächigen Teeplantagen mit Zwischenstopp an einer Teefabrik mit architektonisch sehr ansprechendem Besucherzentrum gefahren.

Nun werde ich meine vorerst wohl letzte Nacht in kühleren Gefilden genießen…

Erstes Etappenziel erreicht!

29 Stunden weitgehend abwechslungsreiche Anreise ab Karlsruhe plus 6 Stunden Zeitverschiebung: Um 18 Uhr Ortszeit bin ich nach 4 Stunden Busfahrt ab Kuala Lumpur durch Palmenplantagen und tropische Wälder an meinem ersten Etappenziel, den Cameron Highlands angekommen. Luftfeuchtigkeit ist tropisch, Temperaturen mit gefühlten 20 Grad sind angenehm luftig (später noch kühler).

Gerade in meiner Unterkunft in Tana Rata eingetroffen wurde ich auch direkt von einem ordentlichen tropischen Regenguss begrüßt. Die Unterkunft ist ein Glücksgriff, alles sauber, die Vermieterin nett und zur Beratung für meine morgigen Unternehmungen gab es selbt gebackenen Carrott-Cake.
Ihr Sohn hat mich stolz darauf hingewiesen, dass er anlässlich der gestern gewonnenen Frauen-EM heute ein Deutschlandtrikot trägt! Schon spannend, dass der europäische Frauenfußballsport so weit weg eine solche Aufmerksamkeit erhält und sich bei uns oft mehr Beachtung wünschen würde…

Heute Mittag habe ich mich direkt zum Food Court im Busbahnhof, wo mehr Einheimische als Touristen essen, getraut. Allerdings ist meine erste eher zögerliche (ich bin ja beim Essen bekanntlich nicht ganz so experimentierfreudig) Bestellung nach Nudeln mit Gemüse mit doch eher farblosen Nudeln in Sojasauce mit gekochtem Kopfsalat (sah so aus, hat so geschmeckt.) geendet. Dagegen hatte ich soeben zum heutigen Tagesabschluss leckeres indisches Hühnchencurry und ein Tiger-Bier.

Gute Nacht aus Malaysia!

…auf nach Malaysia!

Morgen geht es los…

Und weil es schöner ist, eindrucksvolle Erlebnisse, mit Menschen die einem wichtig sind zu teilen, lade ich euch ein, mich virtuell auf mein kleines Sommerabenteuer nach Malaysia zu begleiten.

Ich werde versuchen, regelmäßig zu berichten…

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Bis bald!