Gorillas!

Nach aktueller Zählung gibt es noch bzw wieder 1000 Berggorillas auf der Welt. (vor 30 Jahren waren es noch knapp die Hälfte) 600 davon im Virunga Nationalpark (Uganda, Ruanda und Kongo) und 400 davon im Bwindi Impenetrable Nationalpark (Uganda). Hier sind aktuell 15 Gorillagruppen an Menschen gewöhnt, eine davon zur reinen Forschung. Zu 14 darf pro Gruppe täglich für eine Stunde eine Gruppe von max. 8 Touristen, begleitet Rangern und "Trackers", die den Aufenthaltsort lokalisieren sowie bewaffneten Wildhütern und Einheimischen zur Unterstützung. Die Dauer der Touren durch den teils unwegsamen Urwald sind sehr unterschiedlich.Das Interesse durch Touristen und die Beiträge der "Permits" sind ein wichtiges Signal und Unterstützung für die Bevölkerung, sich für den Erhalt unserer stark bedrohten nächsten Artgenossen und deren Lebensraum einzusetzen.

Nach zwei Stunden Fahrt zum Rangerposten, dem unsere Permits zugeteilt waren, und der Einweisung konnte unsere Tour um 8.45 Uhr starten. Dank strahlend blauem Himmel und Sonnenschein präsentierte sich uns der tropische Urwald in seiner ganzen Pracht. Zunächst gingen wir über Trampelpfade, bald "mittendurch", nachdem unser Guide mit der Machete einen schmalen Durchgang frei geschlagen hatte. Beim steilen hoch und runter über Wurzeln, weichem Urwaldboden, durch Bachläufe und sumpfige Stellen erwiesen sich unsere "Porter" (Gepäckträger) schnell als hilfreiche "Supporter" (Unterstützung) um den richtigen Tritt zu finden und immer wieder eine helfende Hand zu reichen.

Nach ca 1,5 Stunden kamen uns unsere beiden vorangegangenen Spurensucher entgegen und kurz darauf sahen wir den mächtigen Silberrücken "unserer" Gorillagruppe. Immer wieder gab er uns den Blick auf 3-4 seiner Weibchen und 2 Babygorillas frei und wir konnten die Tiere für ca. 45 Minuten beobachten während sie aßen und auf dem Boden fortbewegten. Vor allem das jüngste der Familie war zu herzig, auch wie es immer wieder auf dem Rücken seiner Mutter ritt…
Als es plötzlich auch hinter uns raschelte, hieß uns unser Guide still am Wegrand stehen zu bleiben und zu warten bis die Nachzüglerin, eine Gorilladame ca. 50 cm an uns vorbei ging und zu ihrer Gruppe aufgeschlossen hatte.
Irgendwann verschwand dann die ganze Familie im dicht bewachsenen Hang und unsere Zeit in der Nähe der Tiere war damit leider viel zu früh vorbei. Beim essen unseres mitgebrachten Lunchpakets konnten wir dann noch beobachten wie leichtfüßig der Silberrücken einen riesigen Baum hoch kletterte um oben Früchte zu pflücken.

Dank unserem kurzen Weg bei der Tour können wir nun den Nachmittag in unserer Lodge am See genießen und das heutige so eindrucksvolle Erlebnis nachklingen lassen.

(ein Foto ist beim hiesigen Internet leider das höchste der Gefühle)

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