Schimpansen & Pirschfahrt im Queen Elizabeth Nationalpark

Bei unserem zweiten Schimpansentracking war schon der Ort ein ganz besonderer. Erst beim Erreichen in der weitläufigen Savannenlandschaft erkennbar zieht sich die Kyambura-Schlucht 16 km hin, ist an der breitesten Stelle 300 m breit, 60-100 m tief und ist mit Wald bewachsen. Durch die Erosion bedingt wurde die Schlucht über die Jahre nicht nur Durchgangsweg sondern zum zwischenzeitlich abgetrennten Lebensraum einer Schimpansenfamilie. Ihr gehören 26 Tiere und 3 Neugeborene an. Dank fachmännischer Begleitung wählten wir den richtigen Zugang in die Schlucht hinab und entdeckten bereits nach kurzer Zeit die ersten schwarzen Fellknäule in den Bäumen. Wir durften eine ganze Weile in der Nähe der ca. 10 Tiere verbringen. Zunächst während sie sich in den Baumwipfeln und Astgabeln vom Frühstück erholten und dann nach und nach zum Boden kamen, auf Wurzeln trommelten und laut rufend um Weibchen warben, sich gegenseitig lausten oder von Ast zu Ast schwangen – alles in der besonderen Atmosphäre, die die afrikanische Sonne durch die Blätter in die Schlucht hinein erzeugte.

Nachmittags stand eine weitere Pirschfahrt auf dem Programm, die eher entspannt und ohne neue spektakuläre Entdeckungen verlief. Wir sahen wieder verschiedene Antilopenarten, Warzenschweine, Büffel und von weitem Elefanten, sowie Flusspferde, die sich in Schlammlöchern abkühlen. Dazwischen stoppten wir mit Blick auf einen Salzwasserkratersee an dessen Ufern Salz gewonnen wird und auf dem sich Flamingos aufhielten.

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