„Achtung Elefant!“ & Schimpansen im Kibale Forest Nationalpark

Die Weiterfahrt am Samstag führte uns entlang der "Blue Mountains" Richtung Süden durch wechselnde, aber stets saftig grüne Vegetation. Je weiter wir kamen desto mehr konnten wir sehen, dass es den Menschen hier besser geht, was vor allem darauf zurück zu führen ist, dass im Norden des Landes bis 2005 Bürgerkrieg herrschte. Mit Zwischenstopp bei einem lokalen Markt erreichten wir abends unsere Lodge nahe Fort Portale, dem Tor zum Ruwenzorigebirge auch Mondberge genannt. Die schön angelegte Kluges Guest Farm wird von einem deutschen Ehepaar geführt.

Auch heute ging es wieder vor Sonnenaufgang los und unsere Anfahrt zum Schimpansen Tracking im Kibale Forest wurde von einem ganz besonderen Wildwechsel gekrönt: plötzlich stand da ein ausgewachsener Elefant auf der Straße… Mit ausreichend Abstand könnten wir beobachten wie drei Tiere gemütlich die Straße überquerten und wieder im Wald verschwanden. Als es weiter im Gebüsch raschelte folgten noch eine Elefantenkuh gefolgt von ihrem Nachwuchs. Das ganze ist auch hier in der Region alles andere als ein alltägliches Spektakel!

Und wohl Dank der Elefanten trafen wir auch bei der anschließenden Tour begleitet von einem Ranger schon nach ca. einer halben Stunde auf den ersten Schimpansen, der mit lautem Gebrüll seine Familie vor den Elefanten warnte. Er lief vor uns durch den Wald und es machte fast den Anschein als warte er darauf, dass wir ihm folgen bis er (nach für ihn ausreichend zurück gelegter Strecke) die geeignete Stelle fand um es sich zwischen ein paar Zweigen gemütlich zu machen. Wir konnten ihn eine Weile bei verschiedenen Posen beobachten und auch weitere Tiere in den entfernten Baumwipfeln sehen.

Im weitläufigen Gebiet leben mehrere Schimpansenfamilien (je ca. 120 Tiere) von denen einige zu Forschungszwecken begleitet werden und zwei Gruppen so an Menschen gewöhnt sind, dass Touristen in begrenzter Anzahl in ihre Nähe geführt werden und dabei über die Tiere und deren Lebensraum erfahren können.

Zum Mittagessen bekamen wir ugandische Spezialitäten. Im Rahmen eines "community projects" gab es neben dem Nationalgericht "Matoke" (im Bananenblatt gedämpfte Kochbananen) bzw dazu verschiedenen leckere Gerichte mit Rindfleisch, Avocados, Bohnen, Erbsen, Grünkohl, wildem Spinat, Kürbis, Süßkartoffeln und mehr – alles direkt vor Ort angebaut.

Nachmittags stand eine Tour zu Fuß durchs Sumpfgebiet an und wir konnten etliche bunte Schmetterlinge, verschiedene große Vögel (u.a. ein Kranichpaar, dem hiesigen Nationaltier), Paviane auf dem Weg und diverse andere Affen in den Büschen und Bäumen sehen.

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