Von den Nashörnern zu den Flusspferden

Von Entebbe fuhren wir am Donnerstag Richtung Norden zunächst durch den morgendlichen Berufsverkehr von Kampala, der Hauptstadt Ugandas und dann weiter teils über buckelige Lehmstraßen, großteils aber auf relativ gut ausgebauten Straßen durch sich wandelnde Landschaft.

Mittags trafen wir beim Ziwa Rhino Sanctuary ein, ein Projekt in dem die in Uganda ausgestorbenen Nashörner gezüchtet und in Zukunft wieder ausgewildert werden sollen – in den Regionen, in denen sie einst gelebt haben und die heute Nationalparks sind. In einem weitläufigen Gebiet von 7000 Hektar leben die zwischenzeitlich 22 Tiere quasi wild, unter Beobachtung von Rangern. Gemeinsam mit einem Rangern wurden wir zunächst in die ungefähre Nähe zu einem aktuellen Aufenthaltsort von Nashörnern gefahren und folgten diesem dann, nach vorheriger Sicherheitseinweisung in die Buschlandschaft. Relativ bald stießen wir auf erste Spuren – Nashornkot und niedergetrampeltes Gras – kurz darauf auf Nashorndame Bella und ihren zweijährigen Sohn. Den gewaltigen Tieren folgten wir dann mit einigem Abstand etwa eine Stunde auf ihrem Weg durch den Busch und konnten die beiden aus unterschiedlichen Blickwinkeln meist jedoch von hinten beobachten. Mutter und Sohn verbringen ihre letzten Wochen miteinander, da Bella im August wieder Nachwuchs erwartet und junge Nashörner spätestens dann und auch gewöhnlich nach zwei Jahren eigene Wege gehen.

Den restlichen Tag ging unsere Fahrt weiter bis zum Murchison Falls Nationalpark und unserer Lodge direkt am Nil.
Meine Vorstellung hier direkt am Abend Flusspferde beobachten zu können wurde durch die Anweisung nachts unsere Zelthütten nicht zu verlassen schnell enttäuscht. Auch nach dem Abendessen durften wir nur in Begleitung zurück zum Zelt, da sich die Flusspferde nachts gerne auf dem Gelände und zwischen den Unterkünften bewegen.

Dafür sollte der nächste Tag umso tierischer werden…

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