Unterwegs vom Lake Toba nach Bukittinggi

Knapp 270 km – ca. 7,5 Stunden reine Fahrtzeit: jeweils (!) unser "Programm" für die letzten beiden Tage. Je weiter wir nach Süden gekommen sind, desto schlaglochfreier wurden zwar die Straßen, aber kurvenreiche und bergige Strecken sowie viele langsam fahrende Fahrzeuge verhindern das Vorankommen in unseren gewohnten Distanzen. Neben üppig grünen Landschaften und bunten Siedlungen hatte unser Fahrer Doli zum Glück einige abwechslungsreiche Zwischenstopps in petto, um die Fahrt aufzulockern.

Los ging es am Dienstag mit Besuch einer Ananas-Plantage und Verkostung erntefrischer Früchte unter Avocado- und Kakaobäumen. Des Weiteren standen der Besuch eines traditionellen Marktes, Halt bei einem Erdnussröster, Abstecher zu (teilweise kochend) heißen Quellen und probieren von Schlangenhautfrüchten auf dem Programm.

Über Nacht waren wir in Padang Sidempuan, einer Kleinstadt in der westliche Touristen noch nicht alltäglich sind, wodurch unser abendlicher Fußweg zum Restaurant auch etwas länger gedauert hat, da wir um etliche gemeinsame Fotos mit einheimischen Kindern und Jugendlichen gebeten wurden…

Unser erster Stopp am Mittwoch war ein botanischer Garten, in dem hier wachsenden Nutzpflanzen gezeigt werden, wie Pfeffer, Ingwer, Muskat, Zimt, Vanille, Nelken, Kardamom und mehr. Ein dressierter und bemitleidenswert angebundener Affe pflückte uns dort zum Abschluss frische Kokosnüsse von der Palme, die es dann zu trinken gab.
Nach idyllischer Mittagspause direkt am Fluss, hielten wir etwas weiter am selbigen, wo Gold gewaschen wurde/ wird. Da die Funde aber hier nicht so üppig sind, werden zwischenzeitlich mehr Kies und Sand als Baustoffe gegraben.
Das Highlight am Nachmittag war unsere Überquerung des Äquators – zu Fuß und rückwärts, da dies so Glück bringen soll.
Abends haben wir dann endlich Bukittinggi in der Region West-Sumatra erreicht, unsere Station für die nächsten drei Nächte.

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