Lake Toba – Samosir

Am Samstag früh sind wir raus aus dem Dschungel auf bereits beschriebenen Straßen, durch den zähen Verkehr von Medan, der Hauptstadt Sumatras, insgesamt fast 10 Stunden und weitestgehend unter beschwerlichen Straßenbedingungen zum Lake Toba gefahren. Unser Fahrer Doli, der uns für die nächsten Etappen begleiten wird, hat uns unterwegs eine katholische Kirche im indonesischen Stil gezeigt, wusste das passende Lokal zur Mittagspause und hat uns außerdem angeboten das Auto zur besseren Erkundung mit auf die Insel zu nehmen, da er ja sowieso vor Ort sei.
Nun sind wir also hier im größten Kratersee der Erde, knapp 1000 m über dem Meeresspiegel, auf der Insel Samosir, die alleine eine Größe der Fläche Berlins oder Singapurs hat. Klima und Landschaft erinnern an die oberitalienischen Seen und unser Zimmer bietet neben ungewohntem Komfort im Vergleich zu den letzten Tagen (Toilette mit mechanischer Spülung, Waschbecken UND warmem Wasser) einen tollen Ausblick durch Bougainvilleassträucher auf den See.
Gestern hat sich unser Fahrer Doli als ortskundiger Guide erwiesen und uns u.a. zu traditionellen Batakhäusern, einer traditionellen Tanzvorführung und einem spektakulären Aussichtspunkt auf Insel und See gebracht. Das hiesige Volk der Batak waren bis ins 19. Jahrhundert Kannibalen und sind heute nach Missionierung protestantische Christen, wofür etliche Kirchen zeugen.
Ob das abendlichen Lichtspektakel über dem See am Horizont nur sehr intensives Wetterleuchten oder doch der ca. 25 km entfernte Vulkan Sinabung war, der erst vor ein paar Tagen schon Asche gespuckt hat, bleibt noch zu recherchieren…

Heute früh sind wir mit einem erfrischenden Bad im See in den Tag gestartet, um dann leckeren Guacamole-Toast in einem kleinen Café mit Seeblick zu frühstücken und die angrenzenden Souvenirshops zu erkunden. Den restlichen Tag haben wir mit sonnen, baden, lesen und Wolken beobachten verbracht.

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