Delhi

Nach Mitternacht sind wir gestern planmäßig in Delhi gelandet und in den frühen Morgenstunden im Hotel angekommen. Nach wenigen Stunden Schlaf und dem Frühstück ging es dann direkt zum Akshardham Tempel, der erst 2005 eröffnet wurde und seit dem der größte Hindutempel der Welt ist. Ein beeindruckendes Bauwerk im entsprechenden Areal, außen kleinteiligen Sandsteinreliefs und innen voller detaillierten Marmor- aber auch Holzschnitzereien und Bereichen großzügig mit Blattgold und Edelsteinen belegt. Die weitläufige Anlage war der richtige Einstieg für die Indienreise. Allerdings ist es äußerst bedauerlich, dass Fotos und auch Handykameras zur Besichtigung draußen bleiben mussten…
Nach erstem typischen indischem Mittagessen kamen wir vorm Restaurant in den exotischen Anblick eines Schlangenbeschwörers und die Affen auf der Mauer gegenüber waren beliebtes Fotomotiv.

Weiter ging es zu Humayuns Grabmal, einem baulichen Vorläufer des Taj Mahal. Im Licht der untergehenden Sonne kam die orientalische Architektur besonders gut zu Geltung.
Auf der abendlichen Suche nach einem Supermarkt ums Eck unseres Hotels durften wir einen ersten unmittelbaren Eindruck der Stadt erleben. Hupende Autos, klapprige Fahrradrikschas und viele Menschen überall. Straßenküchen, Obstverkäufer und sonstige Händler, neben und zwischen Läden aller Art, regionale einfache Läden neben feinen indischen Ausstattern sowie westlichen Marken. Faszinierend – aber ich war froh in der Gruppe unterwegs zu sein.

Jetlag und Zeitverschiebung zum Trotz ging es heute im Morgengrauen zur Radtour durch "Old Delhi". Jeweils zu zehnt ging es durch enge und holprige Gassen, vorbei ein schlachtenden Fleischhändlern, den Ruinen einst prachtvoller Häuser und viel Elend. Von dem Dächern des Gewürzmarktes konnten wir uns das bunte Treiben von oben anschauen. Der Chili-Geruch im Treppenaufgang war so stark, dass es umsere Augen zum tränen und uns zum husten gebracht hat. Zwischendurch wurden wir zum Fotoobjekt der Inder, ständiges Klingeln hatten wir schnell drauf um uns an die dauerhupenden Autos anzupassen und die Kühe am Straßen Rand ließen sich von uns auch nicht weiter aus der Ruhe bringen. Zur Stärkung gab es Chaitee vom Straßenhändler und nach drei Stunden voller unterschiedlicher Eindrücke bekamen wir Frühstück mit frischem Roti-Brot aus dem Lehmofen und Ziegenfleisch. Ich habe mich der vegetarischen Variante angeschlossen nach dem wir erst zuvor am Stand mit den Ziegenköpfen vorbei gefahren sind…

Direkt danach ging es zur Besichtigung der Freitagsmoschee und von da nochmal durch die Gassen der Altstadt mit Fahrradrikschas zum Roten Fort, ein wiederum beeindruckendes Bauwerk, diesmal aus der Mogulzeit.

Anschließend haben wir einen belebten Tempel der Sikh besucht um nach kurzem Zwischenstopp im Hotel zu einem Vorort von Delhi zu fahren. Dort stand zum Anschluss des Tages und im völligen Kontrast zum Tagesbeginn eine Bollywood-Show auf dem Programm. Im Umfang vergleichbar mit unseren Musicals nur alles mit noch mehr Glitzer, tolle Tänzer und farbenprächtige Kostüme. Zwar war die Show größtenteils auf Hindu, aber mit Unterstützung unseres Guides war die Handlung nicht schwer zu verstehen.

Morgen um 6.15 Uhr ist Abfahrt zum Bahnhof und von da geht es mit dem Zug nach Agra und zum Taj Mahal…

Advertisements