Flores | Labuan Bajo & Komodo Nationalpark

Mit einem Schiff, Minibus-Shuttle, und 2x Flugzeug (umsteigen in Bali) bin ich am Freitag weiter nach Flores gereist. Zwar mit (hier wohl üblicher) Verspätung verliefen jedoch beide Flüge trotz kleiner Propeller-Flugzeuge (80 Passagiere) völlig ruhig und boten tolle Ausblicke auf die indonesische Inselwelt. Meine Unterkunft lag oberhalb des Hafenortes Labuan Bajo mit traumhaftem Ausblick sowohl vom Zimmer, als auch von Restaurant und Pool über eine weitläufige Bucht mit vielen kleinen Inselchen. Bald nach meiner Ankunft habe ich zwei Holländerinnen in gleichen Hotel getroffen und mich mit ihnen für Sonntag zur Komodo-Tour zusammen getan, sogar statt wie ursprünglich angedacht ohne Übernachtung auf dem Boot. Somit verlief mein Samstag eher unspektakulär mit Panorama, Buch und Sonne genießen am Pool, frische Fruchtsäften und Eistee trinken an Pool und im Café an der kleinen Einkaufsstraße (mit zahlreichen Tauchschulen und einigen Restaurants) am Hafen sowie Besuch einer nahen Tropfsteinhöhle. Die 4 km dahin bin ich zunächst zu Fuß angetreten, dann aber auf Grund von Sonne und Temperaturen doch aufs Taxi umgestiegen. Taxipreise hier sind Verhandlungssache vorab. Mein Preis hat für die Strecke von 0,60 € bis 1,40 € variiert…

Am Sonntag sind wir bereits um 5.30 Uhr auf’s Boot für einen Tag voller Höhepunkte: zunächst (mal wieder) wunderschöner Sonnenaufgang sowie gemütliche Bootsfahrt vorbei an tollen Landschaften und unzähligen Inseln. Bis zur Insel Komodo waren wir vier Stunden unterwegs und kurz vor Ankunft dort schwamm keine zehn Meter weg von unserem Boot eine Riesenschildkröte zwei mal kurz an der Oberfläche und hat ihren Kopf aus dem Wasser gestreckt. Auf Komodo selbst hat uns ein Ranger mit zu einer kurzen, einstündigen Tour genommen bei der wir zunächst drei junge, ca ein Meter lange Komodowarane und am Ende noch jeweils ein schon älteres Männchen und Weibchen gesehen haben, beide ca zwei Meter. Beide Tiere lagen zum Mittagsschlaf träge, anscheinend völlig friedlich und gut zu fotografieren in der Sonne. Die Ranger achten jedoch streng darauf, dass sich keiner weiter als sieben Meter nähert und sind für alle Fälle mit einem gegabelten langen Stock ausgestattet.
Mit Zwischenstopp zum schnorcheln ging es weiter zur Insel Rinca, die neben Komodo zum Nationalpark gehört. Hier sind wir, natürlich ebenfalls mit Ranger, in den Genuss gekommen gleich etliche große Komodowarane zu beobachtet und zu fotografieren.
Auf der Weiterfahrt und bei bereits untergehender Sonne hat dann auch noch ein Delfin zwei kurze Sprünge neben unserem Boot vollführt. Allerdings, wie auch morgens die Schildkröte, leider zu schnell zum fotografieren.
Nach wiederum spektakulärem Sonnenuntergang konnten wir zuschauen wie tausende (!) von Flughunden in der Dämmerung aus den nahen Wäldern starteten und durch die Luft flogen. Nichts gegen ihre Miniaturverwandten bei uns daheim und mit unverkennbarer Dracula-Silhouette…
Zu guter letzt sind wir die letzte Stunde unter wieder überwältigendem Sternenhimmel zum Hafen zurück gekehrt.

Heute geht es schon wieder das erste Stück zurück nach Westen zu meiner letzten Reiseetappe in Yogyakarta auf Java.

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