Rafflesia, Nebelwald und Teeplantagen in den Cameron Highlands

Zusammen mit 6 weiteren Reisenden und Guide ging es heute morgen im Geländewagen wieder ein Stück talabwärts zur Tour zu einer der größten Blüten der Welt. Zunächst sind wir fast 2 Stunden hin und 1,5 zurück durch tropischen Sekundärwald gewandert: vorbei an riesigen Bambussen, Farnen, wilden Bananenstauden und Auberginenbüschen, verschiedenen Blüten von buntem Ingwer und Orchideen, begleitet von Schmetterlingen in vielfältigen Farben. Zwischenzeitlich war es angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit, quasi senkrecht stehenden äquatornahen Sonne und holprigen bis gar keinen Trampelpfaden ganz schön anstrengend, aber im Nachhinein längst vergessen… Wir kamen tatsächlich in den Genuss eine Knospe und zwei offene Rafflesia aus nächster Nähe zu sehen. Wie heute gelernt ist sie übrigens keine richtige Blume, vielmehr ein Parasit, der an Lianen wächst. Das besondere daran ist, dass der von Insekten in der Liane "eingepflanzte" Samen 4-5 Jahre braucht, sich zu entwickeln und dann lediglich 5-7 Tage "blüht". Das außergewöhnliche hier in der Region ist, dass fast jede Woche offene Rafflesia zu finden sind. Es gibt Einheimische, deren Job ist es, die Punkte für die Touristentouren ausfindig zu machen.

Nach unserer Mittagspause ging es dann zum "Mossy Forrest" (tropischer Nebelwald) auf 2000 m Höhe: ein "richtiger" Urwald (= Primärwald), in dem alle Bäume mit saftiggrünem Moos bewachsen sind und überall exotische Kannenpflanzen wachsen. Mit Nebel durchzogen war das eine sehr mystische Atmosphäre.

Zurück sind wir vorbei an großflächigen Teeplantagen mit Zwischenstopp an einer Teefabrik mit architektonisch sehr ansprechendem Besucherzentrum gefahren.

Nun werde ich meine vorerst wohl letzte Nacht in kühleren Gefilden genießen…

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